Lachsschinken

Lachsschinken

Wer gern an der Fleischtheke vorbeigeht und auch mal ein Stück Braten vom Rind oder feine Kalbsleberwurst kauft, wird sicherlich schon einmal Lachsschinken unter den vielen leckeren Fleischsorten entdeckt haben. Neben dem typischen Rindfleisch, Geflügelwurst, Schnitzel, Rouladen, Hackfleisch und was der Metzger nicht alles aus seiner Kammer zaubert, finden sich auch schmackhafte Sorten wie der beliebte Lachsschinken.

Dass sich hinter dem Namen aber keine Fischwurst verbirgt, sieht man erst auf den zweiten Blick, denn das typische Muster von Lachsschinken, zart rosa aus feinen Fleischfasern zusammen gesetzt, wirkt zwar wie eine Scheibe rohen Fischs, stammt aber eigentlich von einem unseren bekanntesten Nutztiere: dem Schwein.

Lachsschinken

Lachsschinken

Bekömmlicher Lachsschinken vom Schwein

Der Lachsschinken stammt aus den Stücken des Schweins, die sich direkt hinter dem Nacken befinden. Die Koteletts oder auch Rippchen werden besonders gern gegessen, da ihr Fleisch zart und wohlschmeckend ist. Als würziger Braten sind sie gerade für Familientreffen ein willkommener Menühöhepunkt. Der Lachsschinken stammt aus dem Zentrum dieser Körperregion des Schweins.

Das mittlere Stück der Koteletts wird in Fachkreisen auch Lachs genannt. Dieser Schweinelachs bildet den hauptsächlichen Muskel der Rückenmuskulatur der Tiere, der den Körper streckt. Vom Nacken bis zur Haxe verläuft der Schweinelachs seitlich am Rücken entlang. Er ist im Vergleich zum gesamten Kotelett und zum Filet sehr viel größer und sein Fleisch heller.

Lachsschinken vom Schwein

Lachsschinken vom Schwein

Als Ausnahme in diesen Muskelsträngen finden sich in ihm weniger, vor allem sehr dünne Sehnenstränge und fast kein Fettgewebe. Im Vergleich zu anderem Muskelgewebe des Schweins erfreut Lachsschinken die ernährungsbewussten Esser, da Lachsschinken einen sehr geringen Fettanteil aufweist.

Die kurzen Fasern des Lachsschinkens trocknen bei Hitze sehr leicht aus, sodass Geschmacksstoffe leichter aufgenommen und konzentriert werden. Er besitzt einen geringeren Salzgehalt als bei gekochtem oder gebratenem Fleisch, bei dem Salz durch das enthaltene Wasser noch gelöst in den Fasern erhalten bleibt. Lachsschinken kann daher auch in etwas größeren Mengen verzehrt werden, ohne dem Körper zu viel Salz zuzuführen.

Lachsschinken nach alter Tradition

Aus diesem zarten Fleisch wird der Lachsschinken hergestellt. Gepökelt und geräuchert erhält er bei der Lachsschinken-Herstellung seinen beliebten milden Geschmack sowie seine typisch rosarote Färbung. Bekannt ist auch der Pariser Lachsschinken, der eine dunklere rote Färbung besitzt als der gewöhnlich hergestellte Lachsschinken. Er wird vornehmlich nach alter Tradition in einen Speckmantel gewickelt, der verhindert, dass der Lachsschinken austrocknet.

Lachsschinken traditionell

Lachsschinken traditionell

Durch den Räuchervorgang ist der Lachsschinken bis zu einigen Tagen haltbar. Die Ummantelung, die beim Räuchern durch das angelagerte Salz entsteht, verhindert zusätzlich, dass Keime in den Lachsschinken eindringen können. Im Kühlschrank aufbewahrt, lässt er sich über einen langen Zeitraum gut aufbewahren.

Das milde Naturell des Lachsschinken

Lachsschinken ist sehr bekömmlich und eignet sich daher auch für Schwangere oder Menschen, die auf ihre Ernährung achten müssen. Durch das Pökeln erreicht Lachsschinken einen hohen Salzgehalt, der ihn pikant würzt. Je nach Herstellungsbetrieb wird er auch mit verschiedenen hauseigenen Gewürzmischungen versetzt, die dem Lachsschinken ein charakteristisches Aroma verleihen.

Als Ersatz für Braten, Schinken oder Wurst, die häufig vorerhitzt und gewürzt wurden, zeichnet sich Lachsschinken durch sein milderes Naturell aus. Als Zugabe zu Aufläufen, angebraten zu Salaten, Wraps oder Pfannengerichten bietet er sich ebenso gut als schonende Würzung oder Zutat an.

Seinen guten Geschmack entfaltet der Schinken vom Schweinelachs hervorragend zu Brot und herzhaften Backwaren. In Kombination mit einigen wenigen Gewürzen wird Lachsschinken zur wahren Gaumenfreude, der in jedem Diätplan ein kleines Plätzchen findet.

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